Altes Toroni Schloss Likithos
Toroni
Multimedia Karte Beschreibung

Wie kommt man

In der Antike war Toroni in Süd-Sithonia ein bedeutender Knotenpunkt. Stellen Sie sich einen belebten Hafen vor, wo zahlreiche Schiffe aus fernen Ländern anlegen. Vielsprachige Händler beladen ihre Schiffe mit lokalen Spezialitäten wie Holz, Wein und Keramik.

Historisches Erbe

Die Gegend lockt Besucher nicht nur mit ihrer Gegenwart, sondern auch mit einer faszinierenden Vergangenheit. Die Trümmer der einst mächtigen Festung Lykithos sind Zeugen einer längst vergangenen Epoche und der Abenteuer der Toroneer.

Seefahrer aus Chalkida gründeten die antike Stadt bereits im 8. Jahrhundert v. Chr. Sie entwickelte sich rasch zu einem der reichsten und bedeutendsten Zentren in der Region Chalkidiki.

In der Antike war Torone eine Stadt, die möglicherweise nach der Frau des Meergottes Poseidons Sohn Proteus benannt wurde. Ihre Nachkommen sollen in einer Schlacht gegen Herakles ihr Ende gefunden haben. Während der historischen Konflikte zwischen Griechen und Persern spielte Torone ebenfalls eine Rolle. Im Jahr 480 v. Chr. mussten die Einwohner Torones sich den Streitkräften des persischen Herrschers Xerxes anschließen, als dieser einen Feldzug gegen die griechischen Stadtstaaten im Süden unternahm. Nachdem die Perser abgezogen waren, wurde Torone ein Mitglied des Delisch-Attischen Seebundes, angeführt von Athen.

In der Antike war Toroni eine Stadt mit eigener Währung. Unter der Herrschaft Athens musste sie hohe Abgaben leisten. Im Jahre 424 v. Chr. schlugen sich die Bürger von Toroni auf die Seite des spartanischen Kommandanten Brasidas. Im Laufe des Peloponnesischen Krieges stritten sich Athen und Sparta häufig um diesen Ort, was der Historiker Thukydides dokumentierte. Als Philipp II. im Jahr 348 v. Chr. sein Reich ausbaute, wurde auch Toroni ein Teil davon. Später, nach der Schlacht am Pindus und dem Zusammenbruch des Makedonischen Reiches im Jahr 168 v. Chr., eroberten die Römer die Stadt.

Einst ein blühender Knotenpunkt in der Ära des Römischen Reiches, verlor Toroni auf der Halbinsel Chalkidiki allmählich an Bedeutung. Die strategische Lage zog zahlreiche Eroberungen nach sich, was dem einst bedeutenden Städtchen nicht guttat. Mit der Zeit schrumpfte es zu einem unscheinbaren Dorf. Im 19. Jahrhundert zerstörten türkische Kräfte die Überreste antiker Bauten. Die robusten Steine und Granitblöcke fanden eine neue Verwendung im Straßenbau der Metropolen Thessaloniki und Istanbul.

Die Einwohner der Gegend widmen sich hauptsächlich dem Tourismus. Daneben sind Landwirtschaft, Fischerei und Viehzucht bedeutende Erwerbsquellen.

Vergangene Zeiten werden durch archäologische Stätten lebendig: — Grundmauern von zwei Akropolissen — Überreste der Kirche des Heiligen Athanasius aus dem 5. Jahrhundert, erkennbar an Mosaikbodenfragmenten — Versunkene Teile des Handelszentrums von Toroni, die etwa 35 Meter vom Ufer entfernt unter Wasser liegen

Lekythos-Halbinsel Ausgrabungen

Die Ausgrabungen am Kap Lekythos, welches seinem Aussehen nach an eine antike Ölkrug erinnert, sind eine bedeutende Sehenswürdigkeit am Toroni-Strand. Hier stehen noch die Grundmauern einer byzantinischen Festung.

Die Festung von Lekythos wurde im 16. Jahrhundert zerstört, und im 19. Jahrhundert wurden die Überreste zur Pflasterung verwendet. Heute sind Mauerreste bis zu einer Höhe von drei Metern erhalten, die 1975 freigelegt wurden. Die Ausgrabungsstätte ist mittlerweile umzäunt und wird gelegentlich für Besucher geöffnet.

Von der Landzunge aus genießt man einen atemberaubenden Blick auf die Küstenlinie. Interessierte Besucher, die einen Blick auf die Überreste einer alten Zivilisation werfen möchten, lassen sich selbst durch Barrieren nicht aufhalten. Obwohl der Zugang zu den Überresten der Likifos-Festung nicht immer gewährleistet ist, ist der Eintritt frei, wenn die Umzäunung geöffnet wird. Besucher, die das Glück haben, die Stätte betreten zu dürfen, sollten aus Gründen der Sicherheit und Bequemlichkeit geschlossenes Schuhwerk tragen.

Sollten Sie die Nähe antiker Überreste verpasst haben, seien Sie unbesorgt. Sie bereichern ohnehin das Küstenpanorama, speziell bei Sonnenuntergang. Das Profil einer alten Festung und Fischerboote gegen das abendliche Leuchten des Himmels ist ein atemberaubender Anblick. Bei Einbruch der Dämmerung erleuchtet die Beleuchtung die Überreste des Likyfos-Schlosses und setzt ein historisches Schauspiel in Szene.

Toroni — Idyllischer Familienurlaub

Toroni, obwohl ein kleines Dorf, bietet alles für einen entspannten Urlaub mit der Familie. Entlang des Ufers finden sich gemütliche Unterkünfte wie Apartments und Villen, ergänzt durch Spielplätze für Kinder. Für das leibliche Wohl und Shoppingbedürfnisse sorgen einige Bars, traditionelle Tavernen, Lebensmittelgeschäfte sowie Souvenir- und Strandläden. Der Strand selbst bietet an ausgewählten Stellen Sonnenliegen und Schirme.

Die meisten historischen Überreste von Toroni sind heute unter der Meeresoberfläche verborgen, wahrscheinlich aufgrund von Erdbeben und ansteigendem Meeresspiegel. Ein Tauchgang mit Schnorchelausrüstung in der Nähe der Fischerboote lohnt sich, um die Überreste antiker Mauern zu erkunden, die möglicherweise einst die Küstenlinie markierten, nur 20 bis 40 Meter vom Strand entfernt.

Im Südwesten der Sithonia-Halbinsel ist Toroni einfach zu erreichen. Die Überreste der Lekythos Burg sind unübersehbar auf einer kleinen felsigen Landzunge am südlichen Ende des Strandes. Auch vom Ufer aus sind die antiken Grundmauern sichtbar. Von Thessaloniki aus gibt es verschiedene Anreisemöglichkeiten: — Nehmen Sie den Bus direkt von der Station K. T. E. L. Halkidikis nach Toroni. — Mieten Sie ein Auto, nehmen Sie ein Taxi oder buchen Sie einen Transfer. Die Fahrt dauert etwa 2 Stunden (137 km).

Selbstfahrt nach Toroni

Falls Sie auf eigene Faust reisen möchten, hier eine grobe Route: Starten Sie in Thessaloniki und fahren Sie über Nea Mudanya und Neos Marmaras nach Toroni. Angekommen in Toroni, biegen Sie beim letzten Abzweig ab, um zum südlichen Strandteil zu gelangen. Dort können Sie Ihr Fahrzeug nahe dem Ufer parken.

Alternativ erreichen Sie Toroni von Neos Marmaras aus mit dem ersten Bus, der um 11:50 Uhr Richtung Sarti abfährt, in nur 30 Minuten. Die Rückfahrt ist mit dem letzten Bus um 18:00 Uhr möglich.

In Toroni gibt es drei Bushaltestellen. Am nächsten zur Festung befindet sich die Endhaltestelle. Es ist ratsam, dem Busfahrer Bescheid zu sagen, an welcher Stelle Sie aussteigen möchten.

Tipps

  • Wenn Sie sich vom Kap Likithos landeinwärts bewegen, stoßen Sie auf Überreste einer antiken Mauer, die Sie vom Hafen zu den Ruinen des Akropolis führen.
  • In Toroni haben Sie die Möglichkeit, Schildkröten zu füttern. In der Ortschaft gibt es einen kleinen Fluss, der Heimat zahlreicher Schildkröten ist.
  • Wenn Sie lokale Gasthäuser besuchen, sollten Sie unbedingt Gyros probieren — eine griechische Spezialität, die Ähnlichkeiten mit dem Kebab hat.
  • Beachten Sie, dass in der Nebensaison in Toroni nur ein kleiner Supermarkt geöffnet ist. Für einen größeren Einkauf oder den Besuch eines Marktes müssen Sie in das nahegelegene Neos Marmaras fahren.